Über uns

Porzellanhaus Kaefer seit über 80 Jahren im Dienst für seine Kunden.




Wir sind für Sie da...








In dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 1924 gründeten die jungen Eheleute Josef und Maria Kaefer ein Glas- und Porzellangeschäft. Die drei kleinen Söhne im Alter von 4 Jahren, 2 Jahren und ein paar Monaten standen diesem Neuanfang nicht im Wege. Mehr noch, die junge Familie beflügelte Josef Kaefer neben der Landwirtschaft zum Broterwerb nicht ins Ruhrgebiet oder ins Saarland zum Arbeiten zu gehen, sondern etwas Neues zu Hause zu beginnen. Er war Offizier und Karthograph, er malte die Landkarten beim Militär. Seine künstlerische kreative Art war gepaart mit einer fundierten Vorausschau. Mit der zupackenden und bodenständigen Herzlichkeit unser Oma Maria entstand ein sehr gutes „Gespann". Die guten Wünsche „Nächstes Jahr wird es besser" stellten sich nicht ein. Man „klagte nicht auf hohem Niveau" sondern man suchte sein Auskommen auf zeitentsprechendem Niveau.

1929 folgte die Weltwirtschaftskrise und ab 1933 die Nazi-Zeit mit dem 2. Weltkrieg. Ab 1939 mussten nacheinander alle drei Söhne in den Krieg. Vorausschauend hatte Vater Josef mit seinen Söhnen vor dem Krieg einen Code ausgemacht, mit dem sie während des Krieges die Wahrheit schreiben und so die militärische Zensur der Briefe umgehen konnten. In den 20er und 30er Jahren musste jeder Bürger einen Pass haben. Josef Kaefer war seinem Drang zu Tüfteln und Neuen nachzugehen gefolgt und hatte sich eine Kamera zugelegt, sowie eine Dunkelkammer gebaut und eingerichtet. Am Sonntag hatten die Bürger von Sohren und Umgebung für den Kirchgang Ihre guten Kleider und den besseren Anzug an. Vor oder nach dem Kirchgang ließ man sich dann ablichten. Nebenbei kaufte man dann auch noch das eine oder andere.

Das Gründerpaar Josef und Maria Kaefer legten schon in den Anfängen und auch während des Krieges immer sehr viel Wert auf gute Qualität und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Schon in den 20er Jahren führte man Marken wie Villeroy & Boch und Hutschenreuther. Das Sortiment erstreckte sich auf Dinge für den gedeckten Tisch mit Geschirr, Gläser und Bestecken. Geschenkartikel, Devotionalien und zur Weihnachtszeit wurde der wunderschöne Bereich der Weihnachtskugeln und Krippen schon in den 20er Jahren gepflegt. Die Warenbeschaffung war nicht immer einfach. Während des Krieges war es sehr von Vorteil neben dem Laden einen landwirtschaftlichen Betrieb zu haben. Manch einem Vertreter konnte Maria Kaefer mit Eiern, Mehl und Wurst weiterhelfen.

Es war ein großes Geschenk, das alle drei Söhne lebend aus dem Krieg zurückkamen. 1949 heiratete der älteste Sohn Alfons seine Helene Lauer aus Rödelhausen. Beide übernahmen dann auch den Laden und die Landwirtschaft. Die vier Kinder, drei Mädchen und ein Junge wurden in den 50er Jahren geboren. Anfang der 60er Jahre stand man vor der Entscheidung, die Landwirtschaft zu vergrößern und auszusiedeln, oder auf das Geschäft zu setzen und einen modernen zeitgemäßen Laden zu bauen. Im Frühjahr 1964 zog man mit Laden, Kind und Kegel in ein Nachbarhaus. Das alte Geschäftshaus wurde abgerissen und an gleicher Stelle ein neues errichtet. Dank eines Bilderbuch-Sommers, der auch den Winzern einen Spitzenwein bescherte, konnte man pünktlich zum Michaelis-Markt 1964 im Herbst Eröffnung feiern.

Bald danach entdeckten auch die Amerikaner vom nahen Flugplatz Hahn das große Angebot und den Service im Porzellanhaus Kaefer. Für Helene Kaefer bedeutete dies, dass sie Englisch lernen musste, was ihr dank ihrer aufgeschlossenen und menschenfreundlichen Art nicht schwer fiel. Das Familien-Unternehmen brachte es mit sich, dass auch die Kinder beim Auspacken mithelfen mussten oder durften. Nach der Schule halfen die Kinder im elterlichen Betrieb mit. Zu den großen Messen wurden die Kinder auch mitgenommen und man ließ sie auch schon mit entscheiden.

Anfang der 70er Jahre konnte ein Nachbarhaus erworben werden, dadurch konnte 1972 das inzwischen etwas eng gewordene Ladenlokal erheblich vergrößert werden. 1986 wurde die Ladenfläche mehr als verdoppelt und modernisiert. 1999 pünktlich zum 75jährigen Geschäftsjubiläum kam die neugebaute Traumwelt dazu. Die Traumwelt zeigt traumhaft schöne Dinge, um das Zuhause einzurichten und um der Wohnung die persönliche Note zu geben.